Prinzip der Lebenskraft

Jede Heilmethode verwendet eine Definition von Gesundheit und Krankheit. Diese Definitionen verändern sich stetig je nach Zeit und Ideologie.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat folgende Definition: «Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit und Gebrechen.»

Samuel Hahnemann beschrieb den gesunden Menschen sinngemäss: Im Menschen waltet die geistartige, als Dynamis den materiellen Organismus belebende Lebenskraft und hält alle seine Teile, seine Gefühle und seine Tätigkeiten auf bewundernswürdige harmonische Weise aufrecht, so dass sich der Mensch frei seinem höheren Daseinszweck bedienen kann.

Die Bezeichnung Lebenskraft wurde von Samuel Hahnemann bei seinen Erklärungen wohl mehr zufällig gewählt. Je nach kulturellem Hintergrund hat die Lebenskraft verschiedene Namen wie Qi, Chi oder Prana.

Samuel Hahnemann verstand, dass jede Krankheit durch eine Verstimmung der Lebenskraft entsteht und die Krankheitssymptome demnach nicht die Krankheit selbst sind, sondern der nach aussen sicht- und spürbare Ausdruck der verstimmten Lebenskraft. Dies bedeutet, dass im Menschen eine Kraft, eine Energie innewohnt. Wird diese von aussen gestört, kann der Mensch erkranken. Auf diese Weise lässt sich erklären, dass die homöopathischen Arzneien auf einer ähnlichen, nicht materiellen Ebene wirken und durch ihre besondere Herstellung die Kraft entfalten können, um die verstimmte Lebenskraft umzustimmen. Heilung kann erfolgen, sobald die Lebenskraft wieder gesund ist.